Die Stadt
Natürlich sind sie noch immer vielerorts zu sehen – die Narben, die der verbrecherische Angriffskrieg der deutschen Wehrmacht der polnischen Hauptstadt Warschau zugefügt hat.


Trotz einer beeindruckenden Wiederaufbauleistung gerade der historischer Stadtteile.


Was allerdings aktuell ins Auge sticht, sind die Stadtteile mit den vielen neuen Hochhäusern: Ausdruck der Modernität Polens und seiner aufstrebenden Wirtschaft.




Aber auch auffallende Straßenkunst, u.a. mit der interessanten Parole: „Ich scheue keine Arbeit!“


Das Fortbildungsprogramm
Vier Tage in Warschau zu Beginn des Monats Juli 2026 waren zwar auch der jüngsten Geschichte Polens gewidmet, im Mittelpunkt stand jedoch das Fortbildungsprogramm „Mediation in Warschau“.
Veranstaltet von der AG Mediation im Deutschen Anwaltsverein, organisiert von SISRA (www.sisra.de) und perfekt durchgeführt im Tagungshotel Leonardo Royal, informierten sich die teilnehmenden Mediatorinnen und Mediatoren über den aktuellen Stand der konsensualen Konfliktbeilegung in Polen, die interessanterweise ihren Beginn im Bereich des Strafrechts genommen hatte.

Neben diesen spezifischen polnischen Aspekten, präsentiert von der deutsch/polnische Rechtsanwältin Sabina Ociepa, standen zugleich zahlreiche allgemeine Thematiken im Mittelpunkt dieser Fortbildungsveranstaltung.
Diese starteten mit dem Beitrag „Clever streiten“ der Rechtsanwältin und Wirtschaftsmediatorin Trixi Hoferichter

und endeten wenige Stunde vor dem allgemeinen Rückflug nach Deutschland mit dem Vortrag des Rechtsanwalts und Mediators Stefan Riese „Recht unter Druck: Führung, Haftung und Entscheidungsverantwortung – mit Kompetenzen der Mediation“.

Dazwischen hatten RA und Zertifizierter Mediator Prof. Dr. Roland Fritz, die Zertifizierte Mediatorin und Coach Lilly Fritz, der RA und Mediator Dr. Philipp Gregor sowie der RA und Mediator Dr. Thomas Lapp eine breite Palette von interessanten Referaten zu aktuellen Mediationsthemen dargeboten: Vom „Recht der Mediation“ über „Emotionen und Wut in der Mediation“ sowie „Testamentsvollstreckung mit mediatorischen Mitteln“ bis hin zur einer Analyse des Kinofilms „Konklave“, um nur einige Themen zu nennen.




Alles in allem ein breit gefächertes, zugleich gut aufeinander abgestimmtes Fachprogramm, das während dieser vier Tage immer wieder zu interessanten Gesprächen auch außerhalb der Tagungsräumlichkeiten geführt hatte.


Eine alsbaldige Fortsetzung dieser Fortbildungsreihe – nach Lissabon 2022 (siehe hier) und nunmehr Warschau 2026 – wäre mehr als wünschenswert!